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… what’s the difference?

Und Gott sprach…

December5

Glühbirne… es werde Licht
Oder auch nicht. Der “Kampf” um das Klima hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. “Licht aus!”…. Wow, wir schalten alle 5 Minuten das Licht aus und sparen damit… was nochmal?! Ach ja Strom der eh produziert wird. Wenn nicht für Licht, dann für andere Stromfresser. Ob die Krankenhäuser auch den Strom ausschalten? Ach ne, nur das Licht. Im Dunkeln operiert sich’s wahrscheinlich besser. Aber, frisst mein TV, PC, Kühlschrank, Backofen, Herd und und und und nicht auch strom?! Und die Ölheizung ist natürlich auch nicht so schlimm, die kann ich auf volldampf laufen lassen.

And the winner is…
Der Fernsehsender mit der 7 am Ende. Da wären wir wieder beim Punkt: Es ist Schick das Klima, für seine eigenen Zwecke, zu “schützen”. Glückwunsch Pro7! Übrigens bringen Aiman Abdallah und Daniel Aminati um Punkt 19.59 Uhr auf genanntem Sender eine Sondersendung zu der Aktion. Und wo?! Natürlich im TV. Den sollen wir ja auch nicht ausschalten!

Das Rezept
Man nehme ein Thema, tue einen Schlagfertigen und wortwitzigen Slogan dazu und mische das ganze mit einem Fabulösen und zugleich dramatisch verträumten Werbetrailer und voilà, eine PR Kampagne ist geboren. Wir machen einen auf Klima Schutz um die Quoten zu steigern. Und damit liegt man dann voll im Trend! Das RTL noch keine “Klima Show” mit Oliver Geißen produziert hat ist auch alles. Aber man soll ja nicht das Böse heraufbeschwören….

Links zu diesem Thema:
Pro7 Co²ntra
Infoseite zu “Licht aus”

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Retter des Klimas

November29

UmweltzoneHauptsache es grünt
Die neuste Idee der Politik ist da! Umwelt für jedermann. Ab Januar 2008 dürfen wir uns, in den Großstädten, demnächst der Umweltzone erfreuen. Und so geht’s…

Die 4 Klassengesellschaft ist da
“Da kommt so ein roter..” Könnte es bald heißen. Denn wir alle werden bald Katalogisiert bzw. Kategorisiert. Ich bin grün, du bist rot, wir sind gelb und “wie du hast keine bekommen – Schmutzfink?”. Wer sich dem ganzen nicht fügen will darf bezahlen. Wenn die netten Herren in Grün keine Plakette sehen oder ich mit rot im grünen Bereich unterwegs bin kostet mich das ganze adäquate 44 €. Um dieser Strafe zu entgehen “darf” ich mir eine (wirklich) hässliche und riesige Plakette (etwa CD groß, genauer gesagt 8cm, und glitzernd) auf meine Windschutzscheibe kleben. Aber es ist wahrscheinlich wie mit der Schuluniform. Wenns alle es tragen kann’s auch hässlich sein. Sind wir halt alle hässlich.

Wo hängt eigentlich der Haken?
Der Haken bei der Sache ist… Na, wer hätte das gedacht. Es ist Teuer! Die ganze Aktion kostet die Volkswirtschaft ca. 1 Mrd. €. Diese Zahl kommt geschätzt zusammen durch Umrüstungen auf umweltfreundliche Rußpartikelfilter, Plaketten Käufe und dem Kauf von Neufahrzeugen (nicht alle Fahrzeuge können nachgerüstet werden). Und wofür?! Für ganze 2-3 % weniger Feinstaub Belastung. Wobei der Großteil der Feinstaubbelastung gar nicht aus den Innenstädten kommt, sondern viel mehr aus dem Fernverkehr, der Industrie und sonstige natürliche Belastungen kommt. Der Anteil an Feinstaub aus dem Lokalverkehr beträgt höchstens 15-16 % (ok, 12 % nach Umstellung). Aber wäre das nicht toll Umweltzonen auch auf der Autobahn und für die Industrie einzuführen? “Ja wir mussten leider die Fabrik dicht machen, weil wir unseren Schornstein nicht mehr nachrüsten können.” und die A3 ist ab jetzt grüne Umweltzone. Pech gehabt, Fernverkehr!

Lange Leben, lange atmen
Denn mindestens 65.000 Menschen sterben jedes Jahr, laut EU Studie,an der Feinstaubbelastung. Ui, mag jetzt manch einer Denken, das ist aber viel. Doch mindestens doppelt bis dreimal so viele Menschen sterben an Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. Aber auch für die ist gesorgt. Demnächst müssen alle eine grüne Mütze für nicht Raucher und rote Mütze für Raucher, sowie grüne Hose für Bewegungsmangel und rosa Hose für nicht Bewegungsmangel betroffen anziehen. Und was das erst kostet…

Ausnahmen bestätigen die Regel
Und was wäre eine Regel ohne Ausnahme? Denn Traktoren, Roller, Motorräder und Arbeitsmaschinen (usw.) dürfen auch ohne Plakette weiter stinken und rußen. Und mit den richtigen Ausreden beim Amt dürfen Sie in Zukunft auch weiter durch Umweltzonen ohne Plakette fahren. Und übrigens kostet den normal sterblichen Autofahrer diese Plakette 5 €. Zu bekommen an allen Straßenverkehrsämtern, sowie der Werkstatt deines Vertrauens. Nebenbei, die Plakette ist “noch” keine Pflicht. Allerdings kostet Sie trotzdem Strafe wenn man ohne in einer Umweltzone unterwegs ist, was das ganze schon wieder ein wenig relativiert.

Alternative bitte
Wir brauchen einfach einen Helden… Einen Typ mit Superkräften… Einen mit Know-How! In dem ganzen Klima Wahn kann uns wohl nur noch einer helfen! Doch wo steckt eigentlich…

Captain Planet würde alle bestrafen die ohne Rußpartikelfilter Auto fahren. Zusammen mit seinen 5 Greenpeace Freunden und den magischen Kaugummiautomaten-Ringen überprüft er auch demnächst, verkleidet als Streifenpolizisten, ob Sie die grüne Umweltzonen-Plakette an der Windschutzscheibe kleben haben, oder nicht. Wenn nicht müssen wir leider bestraft werden! Heile Welt…

Links zu diesem Thema:
-
WDR Artikel “Feinstaub: Fahrverbote oft sinnlos”
Umweltzonen Übersichtskarte

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Wer brauch schon Lebensmittel…

November12

Salatöl im TankSalatöl ist dein Freund
Wer kennt das nicht. Man fährt morgens an der Tankstelle und prüft die täglichen (momentan sehr teuren) Spritpreise. Mehr und mehr fällt einem seit einiger Zeit dabei auf, das auch Salatöl neuerdings auf der Karte steht. Toll denken die meisten, erneuerbare Energien vor! Aber ist das wirklich?

Ein Doppelkorn bitte…
Denn das steckt im Biodiesel. Und zwar pro Liter ca. 29,8 m² Anbaufläche. Ein voller Tank von 60 Litern entspricht somit etwa 1.800 m² Anbaufläche und somit nicht ganz der Fläche von 1/4 Fußballfeldern. Und da man nicht alleine auf der Welt ist sind es pro Tag schon mehrere hundert bis tausende 1/4 Fußballfelder die man so mal eben verfährt. Schade nur das jedes Feld nicht in die Höhe sondern in die Breite wächst (das noch keiner auf die Idee gekommen ist Anbaufläche in die Höhe zu bauen!? – Gleich mal Patent anmelden… ).

Aus dem Weg da!
So in etwa muss es wohl erklingen wenn die Bulldozer kommen um die Tiere und Flächen frei zu räumen, damit neue Felder bepflanzt werden können. Denn wie bereits beschrieben brauch man viel Platz für so ein Feld. Aber woher den Platz nehmen? Da wird einfach der große Bagger mit Biodiesel vollgetankt und umweltschonend der Wald abgeholzt. Und wo wir grade bei Ökologisch sind. Damit das Rapsfeld nicht bald abgenagt von den Pestiziden ist und auch immer schön weiter wächst muß es natürlich auch gedüngt werden. Und das passiert über intensive Nutzung von Stickstoffdüngern das unter anderem Lachgas freisetzt, welches ein ca. 300 mal stärkeres Treibhausgas ist als CO2.

Vegetarier sind eh die besseren Menschen
Denkt manch einer. Wenn wir demnächst alle Biodiesel tanken werden wir wohl zwangsläufig auch zum Vegetarier. Nicht weil es so ökologisch ist. Nein, wir können uns einfach kein Fleisch mehr leisten. Denn was frisst das Vieh? Korn! Und wo wächst Korn? Auf Feldern. 1+1=2, so wusste schon Adam Riese zu rechnen. Man muss kein Mathematiker sein um zu wissen das wenn ich an der einen Seite die Körner in großen Mengen an Diesel Hersteller abgebe, sie an der anderen Seite dem Viehhof fehlen. Und große Nachfrage zieht im Schlitten auch immer Freund “Preissteigerung” mit. Aber Fleisch ist ja nicht alles. Wir schmieren uns einfach ein leckeres Butterbrot. Ach mist, ist auch zu teuer, weil Brot ja auch aus Körnern besteht. Hm, naja, dann eben künstliche Ernährung im Tropf (natürlich Biotropf aus dem Reformhaus Ihres Vertrauens). Hungern für das Klima! Was ein Slogan, muss ich gleich mal den Weight Watchern zustecken.

Hey, Moment mal!
Wer genauer hinschaut sieht auch schnell den grössten Nachteil des guten Biodiesels. Es ist gar nicht “Bio”. Die Emissionen sind beim Biosprit sogar höher. Zwar werden weniger Rußpartikel in den Filter ausgestoßen, aber mindestens genauso viel Abgase wieder raus geblasen. Weiterhin hat ein schwedischer Wissenschaftler bereits 2002 bescheinigt das neben den höheren Emissionen auch bis zu zehn mal mehr Krebs erregende Stoffe ausgestoßen werden als beim normalen Mineralöl-Diesel. Das einzige was Bio ist, ist somit der Rohstoff. Aber “erneuerbares Diesel aus Raps und Körnern” klingt ja auch irgendwie doof, oder?

Versager an der Front
“Herr Major, die Bombe hat uns selbst getroffen… Rückzug!”. Dies war zwar nicht der O-Ton der Politiker, aber trifft es in etwa schon. Im Jahre 2002 begann die Politik die Biodiesel Herstellung stark zu fördern im Gedanken an eine vielleicht positive Auswirkung auf das Wahlergebnis. Doch scheinbar ging der Schuss nach hinten los. Die Herstellung von Biodiesel ist ja doch nicht so ökologisch wie alle dachten. Und somit deutet Berlin schon an, die Fördergelder für die Industrie wieder zu streichen. Ein Eingeständnis?! Jedenfalls sind gestrichene Fördergelder gleich bedeutend mit dem Anstieg des Biospritpreises (1+1=2). Und somit auch der letzte Reiz des Ökotankens entschwunden.

Das dünne Ende
Fazit des ganzen ist mal wieder, nicht überall wo Bio drauf steht ist auch immer Bio drin. Mit diesem Satz beende ich dieses Drama und werde jetzt schnell mein Silo mit Fleisch und Brot füllen gehen bevor ich nichts mehr bekomme.

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Second what!?

October19

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei
Super Life So heißt es wohl nicht nur im wahren Leben. Auch die virtuellen Welten werden stiller, stiller und stiller. Altersschwäche? Demenz? Graue Haare? All das bringt ein ausgeprägtes Alter so mit sich. Doch, nach nicht mal ganz 5 Jahren Lebensdauer ist es noch etwas früh für solche Erscheinungen, oder nicht? Doch wie so oft im Leben geht alles mal zu Ende. So auch der Hype um die virtuelle Welt Second Life. Nachdem der Produzent von Second Life, die Lindenlabs in San Francisco, meinte am 24. Juni 2003 mit einer virtuellen Welt das Internet zu stürmen, gab es kaum Interesse an dieser Welt. Erst Anfang 2007 war es dann soweit… Das Web 2.0 kannte bereits jeder und etwas “neues” altes musste her. Und so geschah es das jemand Second Life aus der verstaubten Internetschublade rauskramte, einen Bericht verfasste und ihn veröffentlichte. Und, BOOM! Jeder sprach nur noch über dieses eine Thema. Sei es zu Marketingzwecken, oder im Plausch mit den Kollegen. Jeder musste es einfach mal ausprobieren.

Hochmut kommt vor dem Fall
Und was waren sie alle mutig, die Firmen, die Konzerne und die scharen von Nutzern die durch die virtuelle Tür stolperten. Nicht umsonst haben sie alle viele Milliarden Linden Dollar, und somit auch richtiges Geld (1€ = ungefähr 395 Linden-Dollar) ausgegeben. Und wofür das alles? Für ein Stück virtuelle Erde. Wow! “Ich kaufe und baue mir ein virtuelles Haus und muss dafür bares Geld bezahlen!” Erstrebenswert oder nicht? “Und wenn mein Haus fertig ist, kann ich mir einen virtuellen Sony Fernseher, einen Mercedes oder sonst irgendeine Marke kaufen.” Wofür einen richtigen Fernseher kaufen wenn man ihn doch aus Bits und Bytes haben kann? Hinzu kommt das man nur mit einem Premium Zugang auch Häuser und Größere Dinge bauen kann. Dieser Account kostet dann pro Jahr ca. $72,00. Will man gar eine ganze Region erwerben steigen die kosten auf einmalig $1650,00 und monatlich nochmal $295,00 Gebühr. Naja, wer’s hat…

Welch ein Augenschmaus, nicht!
Neuste Technik ist fehl am Platz bei diesem “Spiel”. Stattdessen ruckelige, unschöne und starre Grafik. Andauernde Clipping Fehler, ständige Verbindungsprobleme und und und… So möchte man doch gerne seinen “zweiten” Alltag verbringen. Ich könnte mir auch nichts schöneres vorstellen als Abends nach Hause zu kommen, mich vor den PC zu klemmen und bis in die Nacht mit starren Figuren zu “reden” oder zu versuchen aus Klötzen, Prismen, Bällen usw. Sachen zu bauen. Warum nicht lieber Lego-Steine kaufen, oder eines der vielen kostenfreien 3D Programmen nutzen? Das wäre vermutlich zu einfach.

Für eine bessere Welt
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So wundert es keinen das im zweiten Leben mehr und mehr reale Städte einfach nachgebaut werden. Aber eine bessere Welt ist es dadurch kaum. Wo menschen sind gibt es heutzutage auch immer Sex, Glücksspiel, Kriminalität und Rock&Roll. So auch in Second Life. Von ganzen “roten” Meilen, pädophilen Gestalten und Casinos die Geld kosten, bis hin zum virtuellen U2 Auftritt war und ist alles vertreten. Selbst vor kriminellen Machenschaften blieb es nicht verschont. So hat, wie das ARD Magazin Report Mainz herausfand, ein Deutscher Nutzer pornografische Aufnahmen von Kindern aus der richtigen Welt über Second Life verkauft. Da die Personen, die dieses zweite Leben führen immer noch die selben realen Menschen sind, die wir tagtäglich auf der Straße sehen wundert es mich nicht das solche Sachen auch in einer nicht realen Welt passieren. Zu verlockend ist das unbekannt sein. Eine virtuelle Polizei gibt es, meines Wissens und seltsamerweise, noch nicht. Der Menschheit ist eben doch schlecht.

Positiv daran ist aber… ach ne doch nicht
Wo ist der Reiz bei der Sache? Neugier? Vielleicht ist es auch wieder dieses typische Medienphänomen. Wenn alle Medien darüber berichten und es für “toll” erklären melden sich alle an und wollen das auch mal ausprobieren. Ja, ich war auch so einer. (Immer dieser Gruppenzwang) Nach etwa 30 Minuten Installation und Konfiguration, ruckelte ich mit meinem Charakter, der einen der zig tausend unaussprechlich vorgegebenen Namen trug, ca. 10 Minuten durch die seltsame Welt, um erst über eine Art Wiedergeburts-Insel zu laufen und dann durch ein weißes Licht auf irgendeinem Planeten (?) zu landen.
Nachdem ich merkte wie schwer und hackelig sich die Steuerung gab beschloss ich den weiteren Funktionen des Spiels eine Chance zu geben, scheiterte allerdings nach weiteren 5 Minuten am Versuch aus einem weißen Klotz mehr als einen weißen Klotz zu bauen. (Der war aber auch eckig und weiß!) Nach ca. einer Stunde Augenfolter hatte ich weder Freunde, noch sprach irgendjemand von den starren Figuren mit mir. Mein weißer Klotz, den ich unterdessen noch liebevoll “Klotz” nannte, verlor dann auch seinen Reitz.
Es dauerte einen weiteren Moment bis ich erkannte das diese ganzen “Menschen” in der Luft kein Fehler waren, sondern umher fliegende Charaktere waren. Ja, die fliegen! Spätestens jetzt war es komplett unecht! Selbst in den fantasievollsten und unrealistischsten Rollenspielen können normale Menschen nicht fliegen! Da Menschen nicht fliegen können, dauert es auch entsprechend lange diese Fähigkeit in Second Life zu beherrschen. Aber mal ehrlich, wer brauch denn sowas? Wofür gibt es Autos oder Flugzeuge? Mit virtuellen Autos könnten wir wenigstens gegen die virtuelle Klima Katastrophe kämpfen und nur noch Bio-Klötze basteln.
So schnell wie es angefangen hatte war es dann auch schon wieder vorbei. Das Second Life Programm meldete eine Verbindungsabbruch. “Ein Zeichen!” Dachte ich mir. Aber nun verstand ich endlich warum die Leute soviel Zeit mit diesem zweiten Leben verbrachten. Wenn ich schon 5 Minuten brauche um einen Klotz zu bauen, wie lange brauch man dann wohl um ein Haus zu bauen, oder überhaupt einen entsprechenden Platz zu finden. Ein virtueller Teufelskreis

Zerplatzt ist der Traum
Der Traum vom zweiten Leben… seit Mitte des Jahres ist der Hype um die virtuelle Welt vorbei. Die zuvor angemeldeten Millionen User melden sich nicht mehr an. Die Anmeldungen sind stark rückläufig. Nur ein harter Kern von Usern beschreitet noch immer dieses falsche Leben. Aber wie es halt so ist… Wenn man morgens aufwacht, ist der Traum vorbei. Und jetzt mein Schlussplädoyer: “Ich habe es doch gesagt!” Gute Nacht.

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Schwimmen auf der Biowelle

October17

Es ist überall!
Die Biowelle rollt an… Wer kennt es nicht? Im Fernsehen, Radio, Printmedien und ja selbst auf der Straße begegnet es uns… Der Bio-Wahn! Alles muss Ökologisch sein und den Titel “Bio” tragen um heute scheinbar noch gekauft zu werden. So scheint es der neue “Trend” auszudrücken. Traurig ist das viele Firmen das ganze nur als Marketingmittel nutzen und die Umwelt… Naja… steht dabei halt eher im Hintergrund.

Und wer hat’s erfunden?
Nicht die Schweizer… (glaube ich zu mindest) Aber diese Frage beschäftigt ich mich schon seit ich damals das erste mal von den sog. Öko’s oder wenn ich mehr “trendy” sein möchte auch lohas (neuerdings) genannt. Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability), nicht zu verwechseln mit Lindsay Lohan, sind eben solche Personen, die dem Schadstofffreien und Ökologischen Leben frönen. Nebenbei natürlich regelmäßig die Pilates Stunde besuchen und jede Woche Desperate Housewifes gucken. Letztere Bezeichnung des ökologisch veranlagten Menschen ist scheinbar ein aus dem nichts entstanden. Der gute alte “Öko” war früher klar erkennbar durch die bekannten Klischees (Wollpulli, Korthose, Müsli in der Hand usw.) und platzierte sich gerne auch mal auf der Außenseiter Position. Nicht so die Lohas. Gekommen aus dem tristen Alltag ist es nun “IN” Bio zu kaufen. Biodiesel, Bio Gemüse, Bio Kosmetik, Bio Strom, bis hin zum völlig ökologisch abbaubaren Auto (demnächst auch auf Ihrem Kompost). Und Hey, es gibt sogar schon einen Bio-Wahn!
Mein Favorit unter allen Bio-Marketings ist eine zur Zeit laufende Waschmittelwerbung. Erst letztens habe ich gesehen das die starke Waschkraft und die damit verbundene verkürzte Waschdauer Energie spart (was dann wohl gut für die Umwelt ist). Die Chemikalien die danach in den Abfluss wandern sind natürlich nicht schädlich! Die sieht man ja nicht… Aber Hauptsache Umweltfreundlich!

Modegag mit Saison Charakter?
Wie lange hält sich dieser Hype? Ich denke das der Ur-Öko immer unter uns weilen wird. Aber die Lohas so schnell gehen wie sie gekommen sind. Oder ist es neuerdings ökologisch die Waschmaschine anzuschmeißen und Waschmittel in den Abfluss zu spülen? Die Leute sind bequem. Bequemlichkeit = Luxus. Und Luxus bedeutet oft auch neuste Technik und neuste Technik bedeutet auch, nach heutigem technischen Stand, Verbrauch. Sei es Energie, Benzin oder was auch immer. Fakt ist solange diese Mittel gebraucht werden, ist fast nichts was wir tuen ökologisch. Und zum Klima retten braucht es ein wenig mehr als Biodiesel Tanken, denn auch Biodiesel stößt Abgase aus wenn ich zum Kiosk um die Ecke fahre.

Was macht eigentlich Ozonloch heute?
Wachsen nehme ich an. Aber spricht davon noch einer? Nöö… man erinnere sich an die Mittneunziger, als alle dachten wenn man nach Australien fährt kriegt man unter Sonnenschutzfaktor 90 direkten Hautkrebs und verendet kläglich in der Sonne. Trauriges Schicksal. Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass dieses Problem immer noch existiert, sich aber momentan (außer der Wissenschaft) keiner drum kümmert, weil schadstofffreies Essen und schmelzende Pole wichtiger sind. Wird es dem Ökotrend genauso gehen? Mal in die Zukunft gedacht. Juni, das Jahr 2107 – ist Holland dann doch untergegangen weil zwar jeder wollte, aber keiner es tat? “Pech” gehabt?

Staatsfeind Nr. 1
Ist neben dem Menschen die Kuh, das Schaf und kurzweg alles was Gase ausstößt. Mal angenommen wir würden aufhören zu verdauen, nur noch Autos ohne Abgase fahren und überhaupt alles für das Klima tuen. Doch, wer furzt denn da? Die lila Milka-Kuh verpestet mit ihren Ausdunstungen die Luft. Man könnte natürlich auch die Ausdunstungen auffangen (wie, will ich mir nicht vorstellen) und auf einem anderen Planeten “auskippen”. Warum nicht? Aus den Augen (bzw. Nasen), aus dem Sinn!

Dummheit oder Gruppenzwang?
“Die anderen kaufen aber auch nur noch Bio”. Gruppenzwang? Pflichtgefühl? Das Gewissen beruhigen? Was treibt plötzlich alle dazu nur noch das zu kaufen wo Bio drauf steht? Ich glaube letzteres. Dann kann man wenigstens noch sagen “Hey, ich hab aber Bio gekauft!” wenn es zu spät ist.

Der Himmel fällt uns auf den Kopf
… oder wir ertrinken alle, erfrieren, verbrennen, oder oder oder… Carpe Diem, sagte der Herr Horaz schon 23 v. Chr. Und? Hat er recht? Sollen wir den Tag nutzen und alle leben wie wir wollen? Mal angenommen wir würden alle auf den Bio-Zug aufspringen, gesund leben, kein Auto mehr fahren usw. … Juhu! Wir retten den Planeten! Und dann wenn alle am feiern sind und keiner es mehr ahnt, macht es Puff!… und die Sonne ist aus. Es wird kalt, dunkel, die Tiere verschwinden… Einsamkeit…. Wow, so macht doch das Leben spaß! Aber Hey! Wir haben das Klima gerettet. Dann können wir uns die gerettet Umwelt unter 30 km Schneedecke vorstellen. Danke Bio!

Warum ist der so drauf?
… Fragen sich vielleicht einige. Und ich habe auch eine Antwort. Ich habe nichts gegen Bio. Jeder soll wie er will Schadstofffreie Lebensmittel kaufen, Biodiesel tanken und auch sonst Gesund leben. Nur sollen mir die Firmen damit nicht tagtäglich in der Werbung (u.a.) auf die Nerven gehen, nur weil es momentan toll ist “Bio” oder “ökologisch” in der Werbung zu sagen. Ich geh jetzt etwas Bio-Luft schnuppern und etwas Bio-Wasser trinken… oder so…

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