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… what’s the difference?

Second what!?

October19

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei
Super Life So heißt es wohl nicht nur im wahren Leben. Auch die virtuellen Welten werden stiller, stiller und stiller. Altersschwäche? Demenz? Graue Haare? All das bringt ein ausgeprägtes Alter so mit sich. Doch, nach nicht mal ganz 5 Jahren Lebensdauer ist es noch etwas früh für solche Erscheinungen, oder nicht? Doch wie so oft im Leben geht alles mal zu Ende. So auch der Hype um die virtuelle Welt Second Life. Nachdem der Produzent von Second Life, die Lindenlabs in San Francisco, meinte am 24. Juni 2003 mit einer virtuellen Welt das Internet zu stürmen, gab es kaum Interesse an dieser Welt. Erst Anfang 2007 war es dann soweit… Das Web 2.0 kannte bereits jeder und etwas “neues” altes musste her. Und so geschah es das jemand Second Life aus der verstaubten Internetschublade rauskramte, einen Bericht verfasste und ihn veröffentlichte. Und, BOOM! Jeder sprach nur noch über dieses eine Thema. Sei es zu Marketingzwecken, oder im Plausch mit den Kollegen. Jeder musste es einfach mal ausprobieren.

Hochmut kommt vor dem Fall
Und was waren sie alle mutig, die Firmen, die Konzerne und die scharen von Nutzern die durch die virtuelle Tür stolperten. Nicht umsonst haben sie alle viele Milliarden Linden Dollar, und somit auch richtiges Geld (1€ = ungefähr 395 Linden-Dollar) ausgegeben. Und wofür das alles? Für ein Stück virtuelle Erde. Wow! “Ich kaufe und baue mir ein virtuelles Haus und muss dafür bares Geld bezahlen!” Erstrebenswert oder nicht? “Und wenn mein Haus fertig ist, kann ich mir einen virtuellen Sony Fernseher, einen Mercedes oder sonst irgendeine Marke kaufen.” Wofür einen richtigen Fernseher kaufen wenn man ihn doch aus Bits und Bytes haben kann? Hinzu kommt das man nur mit einem Premium Zugang auch Häuser und Größere Dinge bauen kann. Dieser Account kostet dann pro Jahr ca. $72,00. Will man gar eine ganze Region erwerben steigen die kosten auf einmalig $1650,00 und monatlich nochmal $295,00 Gebühr. Naja, wer’s hat…

Welch ein Augenschmaus, nicht!
Neuste Technik ist fehl am Platz bei diesem “Spiel”. Stattdessen ruckelige, unschöne und starre Grafik. Andauernde Clipping Fehler, ständige Verbindungsprobleme und und und… So möchte man doch gerne seinen “zweiten” Alltag verbringen. Ich könnte mir auch nichts schöneres vorstellen als Abends nach Hause zu kommen, mich vor den PC zu klemmen und bis in die Nacht mit starren Figuren zu “reden” oder zu versuchen aus Klötzen, Prismen, Bällen usw. Sachen zu bauen. Warum nicht lieber Lego-Steine kaufen, oder eines der vielen kostenfreien 3D Programmen nutzen? Das wäre vermutlich zu einfach.

Für eine bessere Welt
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So wundert es keinen das im zweiten Leben mehr und mehr reale Städte einfach nachgebaut werden. Aber eine bessere Welt ist es dadurch kaum. Wo menschen sind gibt es heutzutage auch immer Sex, Glücksspiel, Kriminalität und Rock&Roll. So auch in Second Life. Von ganzen “roten” Meilen, pädophilen Gestalten und Casinos die Geld kosten, bis hin zum virtuellen U2 Auftritt war und ist alles vertreten. Selbst vor kriminellen Machenschaften blieb es nicht verschont. So hat, wie das ARD Magazin Report Mainz herausfand, ein Deutscher Nutzer pornografische Aufnahmen von Kindern aus der richtigen Welt über Second Life verkauft. Da die Personen, die dieses zweite Leben führen immer noch die selben realen Menschen sind, die wir tagtäglich auf der Straße sehen wundert es mich nicht das solche Sachen auch in einer nicht realen Welt passieren. Zu verlockend ist das unbekannt sein. Eine virtuelle Polizei gibt es, meines Wissens und seltsamerweise, noch nicht. Der Menschheit ist eben doch schlecht.

Positiv daran ist aber… ach ne doch nicht
Wo ist der Reiz bei der Sache? Neugier? Vielleicht ist es auch wieder dieses typische Medienphänomen. Wenn alle Medien darüber berichten und es für “toll” erklären melden sich alle an und wollen das auch mal ausprobieren. Ja, ich war auch so einer. (Immer dieser Gruppenzwang) Nach etwa 30 Minuten Installation und Konfiguration, ruckelte ich mit meinem Charakter, der einen der zig tausend unaussprechlich vorgegebenen Namen trug, ca. 10 Minuten durch die seltsame Welt, um erst über eine Art Wiedergeburts-Insel zu laufen und dann durch ein weißes Licht auf irgendeinem Planeten (?) zu landen.
Nachdem ich merkte wie schwer und hackelig sich die Steuerung gab beschloss ich den weiteren Funktionen des Spiels eine Chance zu geben, scheiterte allerdings nach weiteren 5 Minuten am Versuch aus einem weißen Klotz mehr als einen weißen Klotz zu bauen. (Der war aber auch eckig und weiß!) Nach ca. einer Stunde Augenfolter hatte ich weder Freunde, noch sprach irgendjemand von den starren Figuren mit mir. Mein weißer Klotz, den ich unterdessen noch liebevoll “Klotz” nannte, verlor dann auch seinen Reitz.
Es dauerte einen weiteren Moment bis ich erkannte das diese ganzen “Menschen” in der Luft kein Fehler waren, sondern umher fliegende Charaktere waren. Ja, die fliegen! Spätestens jetzt war es komplett unecht! Selbst in den fantasievollsten und unrealistischsten Rollenspielen können normale Menschen nicht fliegen! Da Menschen nicht fliegen können, dauert es auch entsprechend lange diese Fähigkeit in Second Life zu beherrschen. Aber mal ehrlich, wer brauch denn sowas? Wofür gibt es Autos oder Flugzeuge? Mit virtuellen Autos könnten wir wenigstens gegen die virtuelle Klima Katastrophe kämpfen und nur noch Bio-Klötze basteln.
So schnell wie es angefangen hatte war es dann auch schon wieder vorbei. Das Second Life Programm meldete eine Verbindungsabbruch. “Ein Zeichen!” Dachte ich mir. Aber nun verstand ich endlich warum die Leute soviel Zeit mit diesem zweiten Leben verbrachten. Wenn ich schon 5 Minuten brauche um einen Klotz zu bauen, wie lange brauch man dann wohl um ein Haus zu bauen, oder überhaupt einen entsprechenden Platz zu finden. Ein virtueller Teufelskreis

Zerplatzt ist der Traum
Der Traum vom zweiten Leben… seit Mitte des Jahres ist der Hype um die virtuelle Welt vorbei. Die zuvor angemeldeten Millionen User melden sich nicht mehr an. Die Anmeldungen sind stark rückläufig. Nur ein harter Kern von Usern beschreitet noch immer dieses falsche Leben. Aber wie es halt so ist… Wenn man morgens aufwacht, ist der Traum vorbei. Und jetzt mein Schlussplädoyer: “Ich habe es doch gesagt!” Gute Nacht.

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Schwimmen auf der Biowelle

October17

Es ist überall!
Die Biowelle rollt an… Wer kennt es nicht? Im Fernsehen, Radio, Printmedien und ja selbst auf der Straße begegnet es uns… Der Bio-Wahn! Alles muss Ökologisch sein und den Titel “Bio” tragen um heute scheinbar noch gekauft zu werden. So scheint es der neue “Trend” auszudrücken. Traurig ist das viele Firmen das ganze nur als Marketingmittel nutzen und die Umwelt… Naja… steht dabei halt eher im Hintergrund.

Und wer hat’s erfunden?
Nicht die Schweizer… (glaube ich zu mindest) Aber diese Frage beschäftigt ich mich schon seit ich damals das erste mal von den sog. Öko’s oder wenn ich mehr “trendy” sein möchte auch lohas (neuerdings) genannt. Lohas (Lifestyle of Health and Sustainability), nicht zu verwechseln mit Lindsay Lohan, sind eben solche Personen, die dem Schadstofffreien und Ökologischen Leben frönen. Nebenbei natürlich regelmäßig die Pilates Stunde besuchen und jede Woche Desperate Housewifes gucken. Letztere Bezeichnung des ökologisch veranlagten Menschen ist scheinbar ein aus dem nichts entstanden. Der gute alte “Öko” war früher klar erkennbar durch die bekannten Klischees (Wollpulli, Korthose, Müsli in der Hand usw.) und platzierte sich gerne auch mal auf der Außenseiter Position. Nicht so die Lohas. Gekommen aus dem tristen Alltag ist es nun “IN” Bio zu kaufen. Biodiesel, Bio Gemüse, Bio Kosmetik, Bio Strom, bis hin zum völlig ökologisch abbaubaren Auto (demnächst auch auf Ihrem Kompost). Und Hey, es gibt sogar schon einen Bio-Wahn!
Mein Favorit unter allen Bio-Marketings ist eine zur Zeit laufende Waschmittelwerbung. Erst letztens habe ich gesehen das die starke Waschkraft und die damit verbundene verkürzte Waschdauer Energie spart (was dann wohl gut für die Umwelt ist). Die Chemikalien die danach in den Abfluss wandern sind natürlich nicht schädlich! Die sieht man ja nicht… Aber Hauptsache Umweltfreundlich!

Modegag mit Saison Charakter?
Wie lange hält sich dieser Hype? Ich denke das der Ur-Öko immer unter uns weilen wird. Aber die Lohas so schnell gehen wie sie gekommen sind. Oder ist es neuerdings ökologisch die Waschmaschine anzuschmeißen und Waschmittel in den Abfluss zu spülen? Die Leute sind bequem. Bequemlichkeit = Luxus. Und Luxus bedeutet oft auch neuste Technik und neuste Technik bedeutet auch, nach heutigem technischen Stand, Verbrauch. Sei es Energie, Benzin oder was auch immer. Fakt ist solange diese Mittel gebraucht werden, ist fast nichts was wir tuen ökologisch. Und zum Klima retten braucht es ein wenig mehr als Biodiesel Tanken, denn auch Biodiesel stößt Abgase aus wenn ich zum Kiosk um die Ecke fahre.

Was macht eigentlich Ozonloch heute?
Wachsen nehme ich an. Aber spricht davon noch einer? Nöö… man erinnere sich an die Mittneunziger, als alle dachten wenn man nach Australien fährt kriegt man unter Sonnenschutzfaktor 90 direkten Hautkrebs und verendet kläglich in der Sonne. Trauriges Schicksal. Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass dieses Problem immer noch existiert, sich aber momentan (außer der Wissenschaft) keiner drum kümmert, weil schadstofffreies Essen und schmelzende Pole wichtiger sind. Wird es dem Ökotrend genauso gehen? Mal in die Zukunft gedacht. Juni, das Jahr 2107 – ist Holland dann doch untergegangen weil zwar jeder wollte, aber keiner es tat? “Pech” gehabt?

Staatsfeind Nr. 1
Ist neben dem Menschen die Kuh, das Schaf und kurzweg alles was Gase ausstößt. Mal angenommen wir würden aufhören zu verdauen, nur noch Autos ohne Abgase fahren und überhaupt alles für das Klima tuen. Doch, wer furzt denn da? Die lila Milka-Kuh verpestet mit ihren Ausdunstungen die Luft. Man könnte natürlich auch die Ausdunstungen auffangen (wie, will ich mir nicht vorstellen) und auf einem anderen Planeten “auskippen”. Warum nicht? Aus den Augen (bzw. Nasen), aus dem Sinn!

Dummheit oder Gruppenzwang?
“Die anderen kaufen aber auch nur noch Bio”. Gruppenzwang? Pflichtgefühl? Das Gewissen beruhigen? Was treibt plötzlich alle dazu nur noch das zu kaufen wo Bio drauf steht? Ich glaube letzteres. Dann kann man wenigstens noch sagen “Hey, ich hab aber Bio gekauft!” wenn es zu spät ist.

Der Himmel fällt uns auf den Kopf
… oder wir ertrinken alle, erfrieren, verbrennen, oder oder oder… Carpe Diem, sagte der Herr Horaz schon 23 v. Chr. Und? Hat er recht? Sollen wir den Tag nutzen und alle leben wie wir wollen? Mal angenommen wir würden alle auf den Bio-Zug aufspringen, gesund leben, kein Auto mehr fahren usw. … Juhu! Wir retten den Planeten! Und dann wenn alle am feiern sind und keiner es mehr ahnt, macht es Puff!… und die Sonne ist aus. Es wird kalt, dunkel, die Tiere verschwinden… Einsamkeit…. Wow, so macht doch das Leben spaß! Aber Hey! Wir haben das Klima gerettet. Dann können wir uns die gerettet Umwelt unter 30 km Schneedecke vorstellen. Danke Bio!

Warum ist der so drauf?
… Fragen sich vielleicht einige. Und ich habe auch eine Antwort. Ich habe nichts gegen Bio. Jeder soll wie er will Schadstofffreie Lebensmittel kaufen, Biodiesel tanken und auch sonst Gesund leben. Nur sollen mir die Firmen damit nicht tagtäglich in der Werbung (u.a.) auf die Nerven gehen, nur weil es momentan toll ist “Bio” oder “ökologisch” in der Werbung zu sagen. Ich geh jetzt etwas Bio-Luft schnuppern und etwas Bio-Wasser trinken… oder so…

Das Märchen von der Servicewüste Deutschland

October15

Prolog
Das Märchen von der Servicewüste Deutschland Was ist der Kunde in der heutigen Wirtschaft noch wert? Ist das neukunden Geschäft wirklich soviel Attraktiver als die Kundenbindung? Was macht ein Konzern wenn er 3 Neukunden durch tolle Werbekampagnen und Lockangebote dazu bekommt aber durch schlechte Kundenbindung 5 “Altkunden” verliert? Rechnet sich so etwas in irgendeiner weise? Müssen nicht beide Bereiche gleich bedient werden? Diese und etwa ein Dutzend weiterer Fragen habe ich mir in den letzten 2 Wochen des öfteren gestellt. Angefangen hat alles mit einem “harmlosen” Umzug. Um genau zu sein fing erst alles mit dem Wort “ummelden” an. Und genau dieses kleine “Wörtchen” birgte schlimmes für den Herrn Endverbraucher…

Es war einmal…
… ein nichts ahnender Herr Endverbraucher mit allen Verträgen die man so brauch. Vom Strom- bis hin zum Telefon/Internet Vertrag war alles bereits Vorhanden. Eines Tages beschloss der Endverbraucher seine Höhle zu wechseln und sich von nun an die Sonne woanders auf den Pelz scheinen zu lassen. Gesagt getan. Nach langer Sucherei war eine schöne neue Höhle gefunden und eh er sich versah standen auch schon die Möbel an ihrem Platz. Zwei Wochen vorher rief er, per Telefon, fristgerecht den Kundenservice der Telefongesellschaft an um seine neue Adresse kund zu tuen. Der Herr am anderen Ende wollte sogleich das Kundenkennwort wissen. Nach 10 Minuten des Ratespiels welches der 20, bereits bei Erstanmeldung erhaltenen, Passwörter nun anzuwenden wäre, entgegnete der Supportmann dass auch das Geburtsdatum ginge. Hin und her gerissen ob er nun wegen der verschwendeten 10 Minuten des Passwortsuchens fluchen oder wegen der Möglichkeit der Geburtsdatumsangabe jubeln sollte, übergab er mit Ruhe und Geduld das Geburtsdatum. Soweit so gut dachte er und auch der Herr am anderen Ende war nach 2 minütiger Tipparbeit der Meinung das nun alles erledigt sei und der Endverbraucher am gewünschten 29. des Monats problemlos wechseln könne. Nachdem alles (angeblich) in die Wege geleitet wurde, wies der nette Supportmann noch darauf hin das er mit einer der nächsten Rechnungen 50 € Umzugsgebühr extra fällig werden. “STOP!” klingelte es beim Endverbraucher. “Wofür muss ich bitte 50 € extra bezahlen?” entgegnete er. Der Herr erzählte dann das der Betreiber des Telefonnetzes mit dem “T” im Namen bei jeder Ummeldung 100 € veranschlagen würde und sie (also die Telefonfirma) die hälfte gütigerweise übernehmen und die andere hälfte der Kunde tragen müsste. Da kam der Endverbraucher ins grübeln… “müssen die nicht nur ein Knöpfchen drücken um die Leitung woanders abzurufen?”. Aus Erfahrung wusste er dass zu 95 % kein Techniker wie angekündigt vorbei kommen würde um an irgendeinem Kasten herumzufummeln. Beim letzten Umzug ging dies komischerweise ohne Techniker und aus der Ferne. Der Endverbraucher etwas verdutzt antwortete: “Wo liegt dann der Vorteil mich umzumelden? Ich würde doch dann 50 € sparen wenn ich mich abmelde und neu anmelde bei Ihnen!”. Denn bei Neukunden, wie so oft, entfällt die Anschlussgebühr. Etwas mürrische über die anfallenden Zusatzkosten beendete er das Gespräch mit einem OK für den Auftrag. Ein Brief mit dem genauen Schaltdatum sollte dann die nächsten Tage folgen.

Als ein paar Wochen später nach dem Umzug immer noch kein Brief eingetrudelt war und weder Internet noch Telefon erreichbar war, rief Herr Endverbraucher erneut die Hotline an. Nach Kampf gegen die Telefonanlage und die entsprechenden “Drücken Sie 1 für…” war er dann auch schon beim Kundenbetreuer angelangt. Nach Schilderung der Situation erklärte die Teilnehmerin am anderen Ende das die Beauftragung eingegangen wäre, ein Brief am 29. (Richtig! Der eigentliche Umschalt-Wunschtermin) an die alte Adresse raus gegangen und der Umschalttermin nun am 11. des nächsten Monats sei. Nach einigen Beschwerden des Endverbrauchers sah er erstmal keinen weiteren Handlungsbedarf und stempelte die Situation als dumm gelaufen ab. Als die neuen Möbel nun alle in der neuen Höhle standen und auch sonst sich alles vom Umzug dem Ende neigte, rief er am 09. des nächsten Monats, misstrauisch von den Vorgesprächen und des immer noch fehlenden Briefes, erneut die Hotline an. … “Hier ist kein Umzug erfasst.” schallte es aus der Ohrmuschel. “Wie jetzt?” sagte der Kunde etwas verdutzt. “Hier steht sie hätten am 14.09 den Umzug beantragt. Der Kollege hat allerdings den Auftrag nicht weitergeleitet mit der Angabe das Sie ihr Kundenkennwort nicht wussten. Ein Brief ist auch nicht raus gegangen” sagte eine Dame am anderen Ende auf die Frage nach dem Stand der Dinge. Wäre dies ein Comicbuch, wäre jetzt der Moment in dem das Klavier aus dem 80. Stock auf ihn fällt. Wie war das noch mit dem Jubeln um die Geburtsdatumsangabe?! Die Supportdame fuhr fort: “Ich veranlasse jetzt sofort die Umschaltung und ein Techniker wird sich in den nächsten 2 Tagen mit Ihnen in Verbindung setzen.”. “Wofür habe ich denn drei Wochen vorher und somit fristgerecht diese Umschaltung beantragt?” erwiderte der Kunde etwas erbost über die Situation. Aber das Gespräch endete mit einer Entschuldigung und dem Versprechen einer frühst möglichen Umschaltung der Leitung. Als sich nun (wie bereits geahnt) nach 3 Tagen kein Techniker gemeldet hatte rief der Kunde erneut die Hotline an. “Ja, ein Brief ist an die neue Adresse raus gegangen…” soweit so gut dachte der Kunde. “… der Umschalttermin ist nun der 26.”. Einige Flüche und Voodoozauber später war das Gespräch ohne weitere Erfolge beendet.

Und wenn sie nicht gestorben sind…
… dann sitzen dort heute noch unfähige Leute im Callcenter. Da aber niemand gestorben ist (hoffe ich mal) blieb es nun beim oben genannten Termin. Doch das war nicht das Ende der Geschichte. Einen Tag nach der Pleite am Telefon und der Terminverkündung trudelte der Brief nun doch endlich ein und bestätigte den späten Termin. Immer noch erbost über die Sache stapfte der Endverbraucher in ein Ladenlokal des Anbieters um sogleich den Angestellten am PC die Meinung mitzuteilen. Nach einem 15 minütigen Monolog antworte der Ladenlokal Verkäufer: “Schreiben Sie einen Brief an die Zentrale.”. “Na toll” dachte der Kunde. Die Skala wanderte nun von Sauer auf Stinksauer. Da ihm Briefschreiben zu doof war und auch im Endeffekt zu lange dauern würde, beschloss er der netten Dame von der Hotline erst einmal in einem deutlicheren Ton die Meinung zu geigen. Gedacht getan. “Wofür bezahle ich einen Monat 50 € Grundgebühr und die 50 € Umzugsgebühr wenn ich weder telefonieren noch ins Internet kann? Und ich es nicht mal Schuld bin!”… etwa 30 Entschuldigungen später war der Fall auch schon in der Reklamationsabteilung des Anbieters gelandet. Und voilà! Es folgte ein Anruf am nächsten Tag der ihm nach erneuten 80 Entschuldigungen die Rückerstattung der Grundgebühr sowie Entfall der Umzugsgebühr zusicherte. Und die Moral von der Geschicht? Wer sich nicht währt der kriegt auch nichts… Ahmen und Ende!

Nächstes mal: Die Geschichte vom “Stromleitung wechsel dich”… (im Directors Cut)

Warten auf das Christkind….

October4

… und das kommt dieses Jahr etwas früher. Genauer gesagt Mitte bis Ende Oktober. Warum? Weil mein neues Auto dann hoffentlich vor der Tür steht. Doof ist nur das ich in diesem Fall nicht die Schränke durchwühlen kann, in der Hoffnung schon einen Einblick auf meine Geschenk erhaschen zu können. Auch dumm ist, dass ich mein Geschenk selber bezahlen muss, was den Titel “Geschenk” schon wieder ziemlich relativiert. Wie dem auch sei, ich werde jetzt in den nächsten Wald stapfen, mir eine Tanne schlagen, mit glitzernden Autoteilen behängen und mir einen Glühwein kredenzen… Oder auch nicht…

Und das ist “er”:

Mein neues Auto Read the rest of this entry »

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