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… what’s the difference?

Retter des Klimas

November29

UmweltzoneHauptsache es grünt
Die neuste Idee der Politik ist da! Umwelt für jedermann. Ab Januar 2008 dürfen wir uns, in den Großstädten, demnächst der Umweltzone erfreuen. Und so geht’s…

Die 4 Klassengesellschaft ist da
“Da kommt so ein roter..” Könnte es bald heißen. Denn wir alle werden bald Katalogisiert bzw. Kategorisiert. Ich bin grün, du bist rot, wir sind gelb und “wie du hast keine bekommen – Schmutzfink?”. Wer sich dem ganzen nicht fügen will darf bezahlen. Wenn die netten Herren in Grün keine Plakette sehen oder ich mit rot im grünen Bereich unterwegs bin kostet mich das ganze adäquate 44 €. Um dieser Strafe zu entgehen “darf” ich mir eine (wirklich) hässliche und riesige Plakette (etwa CD groß, genauer gesagt 8cm, und glitzernd) auf meine Windschutzscheibe kleben. Aber es ist wahrscheinlich wie mit der Schuluniform. Wenns alle es tragen kann’s auch hässlich sein. Sind wir halt alle hässlich.

Wo hängt eigentlich der Haken?
Der Haken bei der Sache ist… Na, wer hätte das gedacht. Es ist Teuer! Die ganze Aktion kostet die Volkswirtschaft ca. 1 Mrd. €. Diese Zahl kommt geschätzt zusammen durch Umrüstungen auf umweltfreundliche Rußpartikelfilter, Plaketten Käufe und dem Kauf von Neufahrzeugen (nicht alle Fahrzeuge können nachgerüstet werden). Und wofür?! Für ganze 2-3 % weniger Feinstaub Belastung. Wobei der Großteil der Feinstaubbelastung gar nicht aus den Innenstädten kommt, sondern viel mehr aus dem Fernverkehr, der Industrie und sonstige natürliche Belastungen kommt. Der Anteil an Feinstaub aus dem Lokalverkehr beträgt höchstens 15-16 % (ok, 12 % nach Umstellung). Aber wäre das nicht toll Umweltzonen auch auf der Autobahn und für die Industrie einzuführen? “Ja wir mussten leider die Fabrik dicht machen, weil wir unseren Schornstein nicht mehr nachrüsten können.” und die A3 ist ab jetzt grüne Umweltzone. Pech gehabt, Fernverkehr!

Lange Leben, lange atmen
Denn mindestens 65.000 Menschen sterben jedes Jahr, laut EU Studie,an der Feinstaubbelastung. Ui, mag jetzt manch einer Denken, das ist aber viel. Doch mindestens doppelt bis dreimal so viele Menschen sterben an Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen. Aber auch für die ist gesorgt. Demnächst müssen alle eine grüne Mütze für nicht Raucher und rote Mütze für Raucher, sowie grüne Hose für Bewegungsmangel und rosa Hose für nicht Bewegungsmangel betroffen anziehen. Und was das erst kostet…

Ausnahmen bestätigen die Regel
Und was wäre eine Regel ohne Ausnahme? Denn Traktoren, Roller, Motorräder und Arbeitsmaschinen (usw.) dürfen auch ohne Plakette weiter stinken und rußen. Und mit den richtigen Ausreden beim Amt dürfen Sie in Zukunft auch weiter durch Umweltzonen ohne Plakette fahren. Und übrigens kostet den normal sterblichen Autofahrer diese Plakette 5 €. Zu bekommen an allen Straßenverkehrsämtern, sowie der Werkstatt deines Vertrauens. Nebenbei, die Plakette ist “noch” keine Pflicht. Allerdings kostet Sie trotzdem Strafe wenn man ohne in einer Umweltzone unterwegs ist, was das ganze schon wieder ein wenig relativiert.

Alternative bitte
Wir brauchen einfach einen Helden… Einen Typ mit Superkräften… Einen mit Know-How! In dem ganzen Klima Wahn kann uns wohl nur noch einer helfen! Doch wo steckt eigentlich…

Captain Planet würde alle bestrafen die ohne Rußpartikelfilter Auto fahren. Zusammen mit seinen 5 Greenpeace Freunden und den magischen Kaugummiautomaten-Ringen überprüft er auch demnächst, verkleidet als Streifenpolizisten, ob Sie die grüne Umweltzonen-Plakette an der Windschutzscheibe kleben haben, oder nicht. Wenn nicht müssen wir leider bestraft werden! Heile Welt…

Links zu diesem Thema:
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WDR Artikel “Feinstaub: Fahrverbote oft sinnlos”
Umweltzonen Übersichtskarte

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Wer brauch schon Lebensmittel…

November12

Salatöl im TankSalatöl ist dein Freund
Wer kennt das nicht. Man fährt morgens an der Tankstelle und prüft die täglichen (momentan sehr teuren) Spritpreise. Mehr und mehr fällt einem seit einiger Zeit dabei auf, das auch Salatöl neuerdings auf der Karte steht. Toll denken die meisten, erneuerbare Energien vor! Aber ist das wirklich?

Ein Doppelkorn bitte…
Denn das steckt im Biodiesel. Und zwar pro Liter ca. 29,8 m² Anbaufläche. Ein voller Tank von 60 Litern entspricht somit etwa 1.800 m² Anbaufläche und somit nicht ganz der Fläche von 1/4 Fußballfeldern. Und da man nicht alleine auf der Welt ist sind es pro Tag schon mehrere hundert bis tausende 1/4 Fußballfelder die man so mal eben verfährt. Schade nur das jedes Feld nicht in die Höhe sondern in die Breite wächst (das noch keiner auf die Idee gekommen ist Anbaufläche in die Höhe zu bauen!? – Gleich mal Patent anmelden… ).

Aus dem Weg da!
So in etwa muss es wohl erklingen wenn die Bulldozer kommen um die Tiere und Flächen frei zu räumen, damit neue Felder bepflanzt werden können. Denn wie bereits beschrieben brauch man viel Platz für so ein Feld. Aber woher den Platz nehmen? Da wird einfach der große Bagger mit Biodiesel vollgetankt und umweltschonend der Wald abgeholzt. Und wo wir grade bei Ökologisch sind. Damit das Rapsfeld nicht bald abgenagt von den Pestiziden ist und auch immer schön weiter wächst muß es natürlich auch gedüngt werden. Und das passiert über intensive Nutzung von Stickstoffdüngern das unter anderem Lachgas freisetzt, welches ein ca. 300 mal stärkeres Treibhausgas ist als CO2.

Vegetarier sind eh die besseren Menschen
Denkt manch einer. Wenn wir demnächst alle Biodiesel tanken werden wir wohl zwangsläufig auch zum Vegetarier. Nicht weil es so ökologisch ist. Nein, wir können uns einfach kein Fleisch mehr leisten. Denn was frisst das Vieh? Korn! Und wo wächst Korn? Auf Feldern. 1+1=2, so wusste schon Adam Riese zu rechnen. Man muss kein Mathematiker sein um zu wissen das wenn ich an der einen Seite die Körner in großen Mengen an Diesel Hersteller abgebe, sie an der anderen Seite dem Viehhof fehlen. Und große Nachfrage zieht im Schlitten auch immer Freund “Preissteigerung” mit. Aber Fleisch ist ja nicht alles. Wir schmieren uns einfach ein leckeres Butterbrot. Ach mist, ist auch zu teuer, weil Brot ja auch aus Körnern besteht. Hm, naja, dann eben künstliche Ernährung im Tropf (natürlich Biotropf aus dem Reformhaus Ihres Vertrauens). Hungern für das Klima! Was ein Slogan, muss ich gleich mal den Weight Watchern zustecken.

Hey, Moment mal!
Wer genauer hinschaut sieht auch schnell den grössten Nachteil des guten Biodiesels. Es ist gar nicht “Bio”. Die Emissionen sind beim Biosprit sogar höher. Zwar werden weniger Rußpartikel in den Filter ausgestoßen, aber mindestens genauso viel Abgase wieder raus geblasen. Weiterhin hat ein schwedischer Wissenschaftler bereits 2002 bescheinigt das neben den höheren Emissionen auch bis zu zehn mal mehr Krebs erregende Stoffe ausgestoßen werden als beim normalen Mineralöl-Diesel. Das einzige was Bio ist, ist somit der Rohstoff. Aber “erneuerbares Diesel aus Raps und Körnern” klingt ja auch irgendwie doof, oder?

Versager an der Front
“Herr Major, die Bombe hat uns selbst getroffen… Rückzug!”. Dies war zwar nicht der O-Ton der Politiker, aber trifft es in etwa schon. Im Jahre 2002 begann die Politik die Biodiesel Herstellung stark zu fördern im Gedanken an eine vielleicht positive Auswirkung auf das Wahlergebnis. Doch scheinbar ging der Schuss nach hinten los. Die Herstellung von Biodiesel ist ja doch nicht so ökologisch wie alle dachten. Und somit deutet Berlin schon an, die Fördergelder für die Industrie wieder zu streichen. Ein Eingeständnis?! Jedenfalls sind gestrichene Fördergelder gleich bedeutend mit dem Anstieg des Biospritpreises (1+1=2). Und somit auch der letzte Reiz des Ökotankens entschwunden.

Das dünne Ende
Fazit des ganzen ist mal wieder, nicht überall wo Bio drauf steht ist auch immer Bio drin. Mit diesem Satz beende ich dieses Drama und werde jetzt schnell mein Silo mit Fleisch und Brot füllen gehen bevor ich nichts mehr bekomme.

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